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Viel los in der Luft - Vorbereitung auf die Peak Season

News   •   Aug 09, 2017 11:25 CEST

In der Luftfracht geht es in der Sommerzeit eigentlich ruhiger zu. Nicht so dieses Jahr.

Die starke Marktentwicklung wird wahrscheinlich den Rest des Jahres so weitergehen. Somit vergrößert sich die Kluft zwischen Angebot und Kapazitätsnachfrage. Die sogenannte Peak Season in Asien wird früher als erwartet beginnen und noch stärker als letztes Jahr sein.

Auf der transatlantischen Route ist die Luftfrachtkapazität zwar momentan hoch, dies wird sich allerdings mit dem Abbau der zusätzlichen Passagierflügen – also auch Frachtkapazitäten - zur Wintersaison hin ändern.

Gute Vorbereitung auf die Peak Season

„Die Herausforderungen sind vielfältig. Wir haben aber die richtigen Prioritäten gesetzt und frühzeitig gehandelt. Wir haben zusätzliche Kapazitäten gesichert, um damit die wachsende Nachfrage zu befriedigen”, so Marc van Dommele, Luftfrachtleiter Europa bei Panalpina. “Für unsere Kunden sind wir auf die Peak Season gut vorbereitet. Mit dem Panalpina Charter Netzwerk können wir auch in Zeiten von kurzfristigen Nachfragespitzen durch geplante Charter Flüge und flexibel hinzufügbare Frachter Kapazitäten unterstützen.“ Die global tätige und 24/7 einsatzbereite Charter & On Board Kurier Abteilung kann spezielle Ad-hoc Flüge und Kuriere für einen sofortigen Abflug organisieren.

Zusätzlich vereinfacht Panalpina die Prozesse am Boden und verringert durch den Einsatz der eigenen Gateways in Frankfurt und Luxemburg, Wartezeiten und Schnittstellen bei den Airlines. „Wir liefern die bereits gepackten und abflugbereiten Paletten (ULDs) an. Gemeinsam mit unserem starken Lieferantenmanagement, der bewährten Kapazitätsplanung und unseren Premiumservices stellen wir unseren Kunden alle notwendigen Mittel zur Verfügung, um die Peak Season in der Luft erfolgreich zu überstehen“, so van Dommele.


Höhere Raten erwartet

Um effektiv in die Umsetzung gehen zu können, verlässt sich Panalpina auf die Planung ihrer Kunden bezüglich der Frachtvolumina der kommenden Wochen und Monate. „Es liegt im Interesse des Versenders jetzt zu handeln und Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um Kapazitätsengpässe, längere Transitzeiten und mögliche Verzögerungen zu verhindern“, erklärt van Dommele. „Zu Verzögerungen wird es vor allem an hochfrequentierten Flughäfen kommen. Überbuchungen können sogar dazu führen, dass Fracht überhaupt nicht abgeflogen wird.“

Lucas Kühner, Panalpina‘s globaler Luftfrachtleiter, fügt hinzu, „Welche Herausforderung es auch immer sein mag – wir finden eine Lösung. Allerdings werden diese Lösungen teurer, je länger der Versender wartet. Die Raten auf dem gesamten Markt bleiben im Vergleich zu 2016 hoch und zeigen keine Anzeichen zu sinken. Je näher wir an die Peak Season kommen, desto mehr Airlines werden ihre Raten für gesicherte Kapazitäten erhöhen. Und wenn das passiert, müssen wir diese Preissteigerungen an die Kunden weitergeben“, so Kühner.


AUSBLICK LUFTFRACHT MARKT

Wie Panalpina in den letzten Monaten wiederholt betont hat, haben die Luft- und Seefrachtmärkte eine neue Dynamik entwickelt, geprägt durch Kapazitätsengpässe und anhaltend hohe Frachtraten. Hier einige Hintergründe:

Höhere Nachfrage

- Laut Seabury entwickelt sich 2017 die Luftfrachtnachfrage industrieübergreifend weiterhin schneller als die verfügbaren Kapazitäten, besonders in Europa. Dadurch kommt der Markt aus dem Gleichgewicht. Europa hat in den letzten 12 Monaten wesentlich zum weltweiten Wachstum in der Luftfracht beigetragen. Viele europäische Relationen haben zweistellige Zuwächse erzielt, teilweise bis 28%.

- Die Nachfrage nach Luftfrachtkapazität wurde durch die unerwarteten Entwicklungen im Seefracht Markt bestärkt. Aufgrund der Insolvenz von Hanjin Shipping und des Cyberangriffs auf Maersk kam es zu einer Reduzierung von Seefrachtkapazitäten, verlängerten Wartezeiten und somit Umbuchungen von See- auf Luftfracht.

Weniger Kapazität

- Auf der Angebotsseite haben die Airlines ihre Fracht- Kapazitäten über die letzten Jahre hinweg ständig rationalisiert, indem sie Frachter am Boden ließen oder sie umgebucht haben, um vom lebhaften Adhoc-Markt zu profitieren und Auslastung und Ertrag zu steigern.

- Das angetriebene Kapazitätswachstum durch Airlines, wie Emirates, Etihad und Qatar Airways, stagniert zusätzlich seit einigen Monaten.

- Höhere Frachtraten für Waren aus China nach USA sorgen dafür, dass diese zunehmend über Europa geflogen werden, was die Luftfrachtkapazitäten von und nach Europa weiter einschränkt.

- Strengere EU-Richtlinien für LKW-Fahrer, zum Beispiel bezüglich der Pausenregelung, sorgen für einen Mangel an LKW-Fahrern in bestimmten Teilen Europas. Dies schränkt wiederum Luftfrachtoptionen über andere europäische Flughäfen ein.


Alternative Transportlösungen

Neben den aufgezeigten Optionen bietet Panalpina Alternativen wie Rail und Sea/Air Services an. Dazu im nächsten Beitrag mehr.