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Panalpina erhebt einen Kriegsrisiko-Zuschlag für die Straße von Hormus

News   •   Jul 12, 2019 09:15 CEST

Seefrachtkosten steigen, da die Reedereien mit höheren Versicherungsprämien für die Straße von Hormuz konfrontiert werden. Abgebildet: Jebel Ali, Dubai (Foto: shutterstock)

Panalpina, der weltweit viertgrößte Anbieter von Seefrachtdienstleistungen, erhebt einen Kriegsrisiko-Zuschlag für die Straße von Hormus aufgrund der erheblich gestiegenen Versicherungsprämien für alle Schiffsbetreiber, die die stark frequentierte Wasserstraße passieren.

Als weltweit viertgrößter Anbieter von Seefrachtdienstleistungen pflegt Panalpina Partnerschaften mit den meisten der großen Reedereien und hat Verträge für die Vergabe von Frachtraum auf einer Vielzahl von Routen, unter anderem auch durch die Straße von Hormus.

Reedereien werden mit höheren Versicherungsprämien konfrontiert

Einige dieser Reeder, wie z. B. Cosco, Maersk und CMA CGM, haben nun als Folge der erheblich gestiegenen Versicherungsprämien, die in direktem Bezug zu den geopolitischen Spannungen in der Golfregion stehen, einen Kriegsrisiko-Zuschlag eingeführt.

„Die Schifffahrt in der Golfregion unterliegt einem erhöhten Risiko und es herrscht Unsicherheit für Sendungen, die die Straße von Hormus passieren. Da die Reedereien nun versicherungsbedingte Zuschläge für solche Sendungen erheben, müssen wir diese Kosten weitergeben, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die hohe Servicequalität für unsere Kunden aufrecht erhalten zu können“, erklärt Peder Winther, Panalpinas globaler Seefrachtleiter.

Pauschalzuschlag für FCL- und LCL-Sendungen durch die Straße von Hormus

Um die Sache für die Kunden zu vereinfachen, hat Panalpina sich mit ihrem hauseigenen Carrier Pantainer Express Line entschieden, für alle Sendungen, die die Straße von Hormus passieren, einen pauschalen Zuschlag zu erheben.

Für Containerladungen (FCL) erhebt Panalpina einen Zuschlag von USD 52 per TEU (20 Fuß-Container)

Für Stückgut (LCL) berechnet Panalpina USD 3 pro Kubikmeter.

Die vereinfachten Zuschläge werden seit 8. Juli für alle Sendungen berechnet – mit einer Ausnahme: Für Sendungen mit Abgangs- oder Bestimmungshafen in den USA werden die Zuschläge erst ab dem 1. August 2019 erhoben.

Die Entwicklungen genau im Auge behalten

“Es zählt das Datum des Frachtbriefs erklärt Winther und fügt hinzu: „Wir behalten die Entwicklungen in der Golfregion genau im Auge und werden den Kriegsrisiko-Zuschlag gegebenenfalls anpassen.“

Panalpinas Zuschlag betrifft momentan Sendungen, die die Straße von Hormus passieren und solche mit Bestimmungs- oder Abgangshafen in Bahrain, Irak, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi Arabien (östliche Provinzhäfen Dammann und Jubail) und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Im Jahr 2018 beförderte Panalpina 1,5 Millionen TEU via Seefracht, viele davon durch die Straße von Hormus, die eine der verkehrsreichsten und wichtigsten Handelsstraßen der Welt ist.

In den vergangenen Wochen wurden wiederholt Tankschiffe in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen.